Wandern – einmal im Harz

Das HEARTS in Braunlage ist eine Hotelanlage mit mehreren Gebäuden, am Ende des kleinen Villenviertels. Es gibt eine Bar im Haupthaus und einen Kühlschrank, wo man sich Getränke fürs Zimmer kaufen kann. Unser Zimmer war klein und trotz innovativem Lichtdesign eher ungemütlich und dunkel. Die dunklen Farben waren bedrückend. Es fehlte an Ablagefläche und der Sessel, der stylisch sein sollte, war sehr ungemütlich. Uns war es egal, denn wir wollten wandern! Nach dem guten Frühstück, individuell und qualitativ super, sind wir direkt losgewandert. Eine kleine Pforte, seitlich am Parkplatz, führt direkt zu den Wanderwegen.


Wurmberg

Durch die Pforte hinter dem Hotel kommt man auf den Weg zum Jemersberg und weiter zur Achtermannshöhe. Die ist tatsächlich etwas alpin, aber durchaus keine Herausforderung gewesen. Trist waren die, durch den Borkenkäfer, kahlen Bäume weit und breit. Es hatte etwas von einer Endzeitstimmung und da wenig andere Leute unterwegs waren, kam es uns auch so vor. Von der Achtermannshöhe kann man quer rüber zum Wurmberg gehen. Alle Wege sind gut ausgeschildert. Wir haben uns an dem Tag gegen den Brocken entschieden und wollten zuerst den Wurmberg erklimmen. Die lange, gerade Strecke auf dem alten Grenzweg ist schlecht zu gehen und so trist, wie sie auch nur sein kann. Seitlich an der alten Wurmbergschanze gibt es eine Treppe, die man hochgehen kann. Hier ist sogar ein Standesamt, eine Aussichtsplattform und einen Biergarten. Leider war genau dieser total überfordert. Gut, dass ein paar Meter weiter, in Richtung der Wurmbergbahn noch ein kleiner Kiosk war. Von hier fährt dann auch die Bahn wieder nach Braunlage, wenn man den Weg nicht abgehen möchte.


Einmal auf den Brocken

Beim Gedanken an den Brocken hatte ich direkt Menschenmassen und die Schmalspurbahn vor Augen. Wir haben uns für Schierke als Start entschieden. Um möglichst wenig Menschen auf dem Weg zu haben, war der Eckerlochweg, herausfordernd ausgeschildert, also : unsere Wahl. Für uns war er gut zu gehen, ohne festes Schuhwerk sollte man ihn nicht auswählen. Das letzte Ende vor dem aspahltierten Stück geht noch recht steigend durch unbefestigtes Gelände. Es hatte geregnet und so war es recht matschig. Andere Wanderer mit weißen Sneaker hatten es nicht so leicht wie wir, mit den Wanderstiefeln. Der letzte Kilometer fügte sich dann zusammen mit den anderen Wegen zum Brocken empor. Die Strasse wurde immer voller, Radfahrer, Jogger, Wanderer aller Konditionen quälten sich in der Sonne nach oben. Auf dem Brocken verläuft es sich dann ganz gut. Beim Abgehen kamen uns noch mehr Massen entegegen. Schon fast erschreckend!

Schierke selber hatte ich deutlich mehr touristisch erwartet. Hier waren fast alle Restaurants geschlossen, Hotels und Appartments vereinsamt, verrammelt. Eine Art Kurparkrestaurant war geöffnet, ebenso der Brockencoaster. Auch hier war es eher traurig. Der Ort scheint verwaist.


TITAN RT Brücke an der Bodetalsperre

458,5 m Länge und in gut 100m Höhe trohnt die Hängebrücke über dem Rappbodetal.

Es lohnt sich durchaus früh hier zu sein! Die Brücke mit der Stempelstelle für das Wanderbuch wird später sehr voll und als wir schon zurück waren, mussten die Leute sogar anstehen, um rauf zu kommen. Hier wird einiges angeboten. Die Hängebrücke verläuft parallel zur Staubrücke. Man kann gut über die Brücke hinüber und über die Staumauer zurückgehen.

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