
Nun sind es schon gute 10 Jahre, die uns Hochimst magisch anzieht. Vom Fernpass kommend muss man unweigerlich durch Imst, wenn man in eines der Tiroler Täler möchte, oder gar weiter nach Italien. Viele kennen den Ort vom „durchfahren“.
Uns hat es in 2011 zum Pitztal Halbmarathon hierher verschlagen und wir kommen immer wieder. Der kleine Ort Imst, auf 828m Seehöhe im Oberinntal am Rander der Lechtaler Alpen, hat gute 11000 Einwohner. Der Hausberg ist der Muttekopf mit 2774m Höhe. Imst hat in den letzten Jahren immer wieder versucht, den Weggang der Geschäfte durch Aktionen in der kleinen Fußgängerzone aufzufangen. Die Situation ist traurig, da der Ort mit den vielen Brunnen einiges zu bieten hat.

Eine lange Freundschaft zur Gastwirtin Conni zieht uns immer wieder nach Hochimst. Hier gibt es inzwischen eine neue Seilbahn. Neue Gondeln fahren von Hochimst (1050m) zur Mittelstation (1500m) und weiter zum vorderen Alpjoch (Bergbahn: 2100m). Ab der Mittelstation kann man mit dem AlpineCoaster wieder zur Talstation hinabfahren. Er ist die längste Alpen-Achterbahn (3,5km lang) und wenn man Glück hat, der Vordermann nicht nur bremst, bekommt man hier ordentlich Geschwindigkeit!

Der Badesee von Hochimst ist im Sommer eine wahre Abkühlung. Das glasklare Wasser ist teils so kalt, dass ich die erste Runde mit Schnappatmung schwimme. Dann ist es herrlich und ich mag kaum noch wieder rausgehen! Meine anfängliche Idee, vor dem Frühstück schwimmen zu gehen, habe ich aber nie durchgezogen. Da ist es einfach zu kalt!

In Hochimst gibt es zwar noch ein Restaurant, aber für weitere muss man entweder zurück nach Imst oder weiter hoch zur UAlm bei der Bergstation oder der Latschenhütte ein Stück weiter noch hinauf. Die Muttekopfhütte ist gut über den Drischlsteig oder einen Aufstieg ab der Bergstation erreichbar.
Warum Hochimst? Weil es so herrlich ruhig ist. Wenn nach der letzten Seilbahnfahrt die letzten Tagestouristen gehen, kehrt eine entspannte Ruhe ein. Der Blick auf den Hausberg muss man lieben, dann kommt man immer wieder. Auch ein abendlicher Spaziergang zum Wetterkreuz ist immer wieder schön. Die Anbindung mit dem ÖPNV ist aktuell noch sehr eingeschränkt, man muss sich vorher informieren, sonst bleibt nur der Abstieg zu Fuß.

Ein Tag in Sölden
Vom Ausgangsort Hochimst ist Sölden für uns ein Tagesausflug. Die Tage sind lang, die Sonne scheint, so lohnt es sich in jedem Fall. Wir nehmen die Giggijochbahn und fahren hoch.

Von hier gibt es verschiedene Wege zur Rotkoglhütte. Wir gehen Richtung Rettenbach Alm und von dort den Steig zum Seekogl hinauf.


Von der Rotkoglhütte hat man einen tollen Blick auf die umliegenden Berge und den Rettenbachgletscher.
Der Blick auf den Rettenbachgletscher ist immer anders. Es stimmt mich nachdenklich, wenn ich mit der Kamera heranzoome und die Planen ausmachen kann, mit denen die Gletscher zum Schutz vor der Sonne und Wärme abgedeckt werden. Daneben die ganzen Seilbahnen in unendlicher Anzahl. Mir geht der Trubel durch den Kopf, der hier im Winter stattfindet, die künstliche Beschneiung und ob das wirklich nötig ist.

Wir nehmen die Langeggbahn und fahren zurück zur Talstation. Von hier wandern wir den Steig hinab nach Sölden.
Hohe Mut, Obergurgl

Von Obergurgl soll es einen wundervollen Wanderweg durch malerische Zirbenwäldchen hoch zur Hohe Mut Alm auf 2653m und der Bergstation der Seilbahn geben – stimmt.

Wir sind leider falsch abgebogen und haben den direkten Aufstieg genommen.
Der ging zum Schluss noch die oberste Skiabfahrt hinauf, absolut nicht zu empfehlen, außer man braucht einen guten Grund für den Kaiserschmarrn. Der ist hier oben allerdings zu empfehlen.

Der Rundblick von hier oben bietet den Blick auf 21 Dreitausender und ein Dutzend Gletscher. Die Aussicht ist traumhaft. Den Rückweg nehmen wir ganz entspannt die Gondel und schauen nochmal auf den Weg, den wir aufgegangen sind.

Vent – Breslauer Hütte

Südlich von Sölden geht es im Ötztal noch ein gutes Stück bis Vent hinein. Das erste Stück in Vent nehmen wir gerne die Seilbahn. Ein alter Zweiersessellift startet in Vent auf 1895m auf 2350m. Von dort führt der Weg nach kurzem Anstieg etwas seicht weiter hoch, bis er nachher in Serpentinen direkt hoch zur Breslauer Brücke geht. Man kann alternativ auch den neuen Sessellift Wildes Mannle bis auf 2646m nehmen und von dort weitergehen. Die Breslauer Hütte liegt am Fuße der Wildspitze auf 2844m. Von hier gibt es zahlreiche Wanderwege und Klettermöglichkeiten. Die Aussicht auf die Wildspitze und die Berge ringsherum ist großartig.
Weiter unten im Tal bei Vent kann man ein Stück in relativer Ebene wandern und kommt zu der kleinen Hängebrücke. Eine nette Erweiterung der Wanderung.


Achensee und die Gütenberg Alm
Wieder liegt ein regnerischer Tag hinter uns und wir fahren mal zum Achensee. Am Ortsausgang von Perstisau geht es los. Zahlreiche Wandermöglichkeiten, wir nehmen heute eine „blaue Route“. Diese führt uns durch den noch nassen Waldsteig hinauf zur Gütenberg Alm. Die Alm wird bewirtschaftet von zwei älteren Herren, die offensichtlich Spaß an dem haben, was sie tun. Das Wetter klart auf und die Aussicht ist herrlich. Viele Wanderer sind nicht unterwegs, ein paar Mountainbiker sind auch hochgefahren.


Wir sprechen mit dem Wirt und fragen, ob es eine alternative Route hinab gebe. Es soll vorbei am Gütenbergkopf, quasi hintenherum, um den Berg, nur unwesentlich länger abzusteigen sein. Ich habe die Vermutung, er hatte uns anders verstanden. Der Weg, von dem wir kamen, ist nur etwa ein Drittel von dem, was wir am Ende gegangen waren. Der Weg war schön und idyllisch, nur einfach viel länger, als erwartet.
Hochötz



Von Ötz mit der Seilbahn direkt nach Hochötz. An der Bergstation der Acherkogelbahn bietet sich allerhand Unterhaltung für Familien und Kinder. Ein paar Almen in guter Erreichbarkeit laden zu Wandern und Verweilen ein. Die Steigungen und Strecken sind wenig anspruchsvoll und es gibt immer eine Alternative auf dem Fahrweg.
Wir machen die klassische Runde. Aufstieg über den direkten Weg zum Wetterkreuz und wieder herunter. Der Aufstieg ist mit ein paar wenigen Passagen nicht ausgesetzt und erfordert bis auf ein wenig Kondition für die Höhenmeter, keine besondere Fähigkeit. Unterschätzen sollte man die Anstrengung in der Höhe allerdings nicht. Es scheint nicht so hoch, als es am Ende doch ist. Auf dem Rückweg liegt die Neue Bielefelder Hütte und hat eine schöne Sicht über des Ötztal. Zudem gute Speisen und kühle Getränke.

Jerzens, Hochzeiger im Pitztal
Gleich zu Beginn im Pitztal, ist das schöne Wandergebiet in Jerzens. Die Hochzeiger Seilbahn direkt am großen Parkplatz führt zur Bergstation. Von dort geht es mit einem Sessellift zum Sechzeiger auf 2395m oder direkt los. Wir nutzen sie Seilbahn als Aufstiegshilfe und wandern los. Der Aufstieg geht über Wiesen bis zum Sattel. Der Aufstieg zum Gipfelkreuz erfordert Trittsicherheit, ist aber machbar.

Zurück geht es auf gleicher Höhe auf einem Fahrweg oder einem Steig zum Sechzeiger. Der Speichersee ist so still, dass sich Berge und Wolken darin spiegeln.


Vom Sechzeiger hat man einen wunderbaren Blick über die Berge im Pitztal und rüber ins Gurgltal. Sogar Hochimst, unseren Urlaubsort, kann man gut sehen.
Von hier oben kann man sich ein Zirbencar für die Abfahrt leihen, den Abstieg über den Berg am Sechzeiger oder gemütlich den Sessellift wählen.





Tandem – Gleitschirmflug in Hochötz
Schon so lange habe ich die Paraglider bewundert, wenn wir zum Wandern in Tirol waren, es fehlte ein wenig Mut. Dieses Mal war es soweit. Wir trafen Andy und Ramón und nach ein wenig Aufregung, wie das alles so geht… war es ein großartiges Erlebnis. Das seichte Verschwinden des Bodens, während man langsam an Abstand zum Boden gewinnt, lässt einen gar nicht merken, wie schnell alles geht. Ein traumhafter Flug über Hochötz und den Piburger See und schon waren wir auch wieder auf dem Boden.
Hochimst – Aufstieg zur Muttekopfhütte
Von Hochimst gibt es einige Möglichkeiten zur Mittelstation der Bergbahn zu wandern. Einer davon ist der Pilzpfad. Hierbei lernt man ein wenig über Genuss und nicht Genuss der Pilze.

Am Speicherteich Hochimst vorbei kann man entweder unter dem Alpinecoaster auf die andere Seite gehen, den Fahrtweg hochwandern oder den SpeedHike Weg gehen. Dieser geht durch waldiges Gebiet und ist etwas herausfordernder. Spätestens an der UALM vereinen sich die Wege und es geht weiter über einen ersten Anstieg zur Latschenhütte. Von hier wird es dann doch auch steiler und anstrengender, bis man letztlich bei der Muttekopfhütte ankommt.


Der schöne Ausblick belohnt die Anstrengung, die schnell verfliegt. Hier geht es dann entweder den gleichen Weg zurück, oder den Drischlsteig bis zur Seilbahnstation am vorderen Alpjoch und mit der Bahn zurück zur Mittelstation oder direkt nach Hochimst.

Hochötz mit Knappenweg, Ochsengarten
Von der Bergstation der Acherkogelbahn wandern wir über die Bielefelder Hütte zum Wetterkreuzkogl. Wir waren schon so oft hier oben, dass wir heute den Abstieg über den Knappenweg gehen wollen.



Hochötz-Wetterkreuz-Knappenweg-Abstieg nach Mareil-Strasse bis Ochsengarten und Aufstieg nach Hochötz
Beim Knappenhaus wir die Geschichte der Knappen und ihrer Arbeit aus dem 17.Jahrhundert erklärt. Hier stehen einige Arbeitsgeräte und eine alte Mühle. Der Pochersee hat einige Sommerwandergäste zum Verweilen eingeladen.

Wir wandern weiter und kommen an die Gabelung Richtung Mareil und Ochsengarten oder zur Seilbahn Hochötz zurück. Wir überlegen abzugehen und die Ochsengartenbahn wieder nach Hochötz zu nehmen. Wir kommen leider weder in Ochsengarten heraus, noch haben wir Glück mit der Seilbahn. Sie fährt im Sommer nur an bestimmten Tagen. So gehen wir an der Straße, die leider keinen Fußweg hat, zurück nach Ochsengarten und nehmen den Aufstieg in Angriff.
Wieder oben angekommen haben wir über 1000HM hinauf und herunter hinter uns. Die Strecke an der Straße war wirklich nicht empfehlenswert. Wir hätten aber über eine Stunde auf den Bus warten müssen und das wollten wir auch nicht.

Gaislachkogel, Sölden „ELEMENTS 007“


Abendrunde zum Wetterkreuz in Hochimst
Von unserer Unterkunft in Hochötz ist es eine 15 minütige Wanderung zum Wetterkreuz von Hochimst. Die Aussicht auf den gegenüberliegenden Tschirgant ist wunderbar. Bei guter Sicht schaut man nach Norden zur Zugspitze und nach Süden über den Inn ins Pitztal. Heute ist die Sicht niciht gut, aber auch mit Wolken sind Berge immer spannend.

Hochötz bei schlechtem Wetter
Der letzte Urlaubstag, es hat die Nacht geregnet und ist auch heute früh noch nicht viel besser. Wir fahren nach Ötz und nehmen die Seilbahn nach Hochötz. Die Wolken hängen tief.
Den Steig runter zur Acherberg Alm kennen wir ganz gut und machen uns auf den Weg. Es ist doch teils sehr glitschig und wir sind froh, gut runter gekommen zu sein.
Das Wetter soll sich nicht bessern und wir nehmen den Fahrweg zurück nach Hochötz.

