2.Etappe Heidschnuckenweg : Handeloh bis Buchholz

Endlich ist der Sommer zurück in den Norden gekehrt, der Regen hat sich verzogen und so haben wir uns eine Etappe des Heidschnuckenwegs herausgesucht. Wichtig war, dass man Startpunkt und Ziel gut mit der Bahn erreichen kann. Für die zweite Etappe bietet sich ab Hamburg der Metronom über Buchholz und der Heideexpress bis Handeloh an. Die meisten Vorschläge für die Etappe sind ab Buchholz nach Handeloh. Wir wollten lieber erst ein Stück weiter fahren und dann auf der Rückfahrt ohne Umsteigen nach Hamburg zurück.

Als wir aussteigen, sehen wir sofort die Hinweisschilder für den Heidschnuckenweg, überqueren einmal die einspurige Bahnstrecke und können direkt loswandern. Zuerst ist der Weg sehr schmal, wird zunehmend breiter und besser gehbar. Nach kurzer Zeit entfernen wir uns von der Bahnstrecke und wandern entlang an Maisfeldern und durch lichte Wälder. Der Weg ist durchgehend leicht zu gehen.

Aus dem Waldgebiet kommen wir ins Büsebachtal. Hier sind die Wege sandiger und die weite Heidelandschaft liegt als riesiger lilafarbener Teppich vor uns. Die Heide steht in voller Blüte und das merken wir auch an der Menge der Besucher.

Immer wieder stehen Bänke am Weg und wein wenig abseits. Durch die Heide blitzen Blaubeeren und unterschiedlichste Pilze hervor.

Durch das Büsebachtal mit kleinen Teichen wandern wir über den „Pferdekopf“ wieder in ein Waldgebiet. Die unterschiedlichen Farben der blühenden Heide und Sträucher geben endlich ein sommerliches Gefühl.

Das Waldgebiet, durch das wir wandern, um zum Brunsberg zu gelangen ist ein breiter Forstweg im Wechsel mit schmaleren Waldwegen. Oftmals sind die schmalen Waldwege von Wurzeln durchzogen, lassen sich immer gut gehen.

Wir nutzen die kurze Ruhe am Fuße des Brunsbergs für eine kleine Pause. Hier steht eine Bank mit herrlicher Aussicht über die Heidewiesen. Weiter geht es hoch auf den Brunsberg. Die Aussicht ist wundervoll. Hier ist es nun besonders voll. Viele Radfahrer teilen sich die schmalen Wege mit den Fußgängern.

Es wird uns zu voll und wir biegen links in ein einsames Waldgebiet ab, gelangen in das Wohngebiet von Suerhop. Das Höllental umgehen wir dadurch heute. An der Bahnhaltestelle von Suerhop kommen wir wieder auf den Heidschnuckenweg in Richtung Buchholz. Der Weg verläuft dicht an der Bahnstrecke entlang. Die Strecke zieht sich noch ein wenig hin, ist jetzt wenig frequentiert.

Vorbei am Steinbach, einem Naherholungsgebiet geht es dann noch einmal bergan, bis wir endgültig in das Wohngebiet von Buchholz kommen. Jetzt ist es nicht mehr weit, die Haltestelle Buchholz, unser Ziel, ist fast erreicht.

Der Abschnitt ist durchaus schön, leicht zu gehen, nicht sehr anspruchsvoll. Wer, wie ich, Ruhe beim Wandern sucht, sollte ihn nicht an einem wundervollen, sonnigen Sonntag zur besten Heideblütenzeit gehen. Mich haben die vielen E-Biker genervt, die teils wackelig die Hügel auf und ab fuhren und die Fußgänger wegklingelten. Hier wird jeder seine eigene Meinung haben, meine ist klar. Wohin ich es mit eigener Kraft nicht schaffe, gehöre ich eben nicht hin, oder suche mir eine Alternative.

Für uns waren es heute für die 2.Etappe knappe 15 km bei herrlichem Sommerwetter.

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