Ein langes Herbstwochenende liegt vor uns. Bei Ankunft ist es warm und wie man sieht, ein herrlicher Tag, durch den ersten Bezirk zu spazieren. Direkt hinter der Oper am Karlsplatz ist der berühmte Würstlstand Bitzinger. Am Abend kommen Gäste und Protagonisten auch in der Pause der Vorstellungen her. Für uns ein guter Start zum ersten Spaziergang durch die Innenstadt.

Die Treppen hoch zur Albertina Galerie lohnen sich, auch wenn man nicht hinein möchte. Von hier ist der Blick auf die Oper toll. (Es gibt sogar eine Rolltreppe)

Schönbrunn mit dem Tierpark
Der älteste Tierpark der Welt, 1752 gegründet, ist allein wegen der Gebäude und Lage einen Besuch wert. Sicher kann man sich über die artgerechte Haltung streiten, er ist allerdings auch ein Teil des UNESCO Welterbes und diverse Male als bester Zoo Europas ausgezeichnet worden. Hier wird auf gut 17Hektar mehr als 650 Tierarten ein Lebensraum geboten. Darunter sind auch stark bedrohte, wie der Große Panda, den man fast nie sieht, was mich freut. Die Gehege sind oft ein wenig verwinkelt, die Tiere haben dadurch einen Rückzugsraum.
Es gibt ein großes Regenwaldhaus, das die Vielfalt des Tropischen Regenwaldes erlebbar macht. Das Tropenhaus ist für mich immer noch das Traurigste. Den Schlangen, Echsen, Krokodilen und weiteren Bewohnern wird nicht viel Veränderung geschenkt. Seit Jahren ist es hier dunkel und die Terrarien sind klein. Es mag vielleicht als artgerecht durchgehen, mein Verständnis davon ist weit entfernt.








Wenn man ein wenig bergan geht, kommt man an den großen Gehegen entlang zum Tirolerhof. Hier werden in Österreich lebende, bedrohte Nutztierrassen gehalten und zudem kann man hier, auch etwas fernab der Massen, einkehren. Ein schön angelegter Weg, mit Blick auf Wien und das Umland, führt zurück in den Hauptteil des Zoos.

Das Polarium mit Robben, Eisbären und Pinguinen wirkt ein wenig eng, die Tiere scheinen allerdings mächtig Spaß beim Tauchen zu haben.
Der Tierpark versteht seine Aufgabe nicht nur als Erholungsraum sondern auch als Bildungszentrum und ist Partner für Arten- und Naturschutzprojekte. Immer wieder sieht man an den Gehegen Plaketten von „Unterstützern“ oder „Stiftern“. Das sind Firmen aber auch Privatpersonen.
Ich spaziere hier gern durch, auch weil man merkt, dass immer etwas an den Gehegen gewerkelt wird. Der Zoo engagiert sich umweltpolitisch, setzt neue Technologien zur Energiegewinnung ein, da der Aufwand zum Halten der Tiere aus polaren Zonen oder auch tropischen Gebieten eben besonders viel davon erfordert.
Schönbrunn
Im Anschluss an den Zoobesuch sind wir ein wenig durch den angrenzenden Park in Schönbrunn spaziert. Hier tummeln sich Jogger, Walker, Spaziergänger, Familien, einfach alle genießen die weitläufige Anlage. Touristen strömen zur Schlossanlage und stehen in Schlangen an, um hinein zu gelangen. Wir gehen dran vorbei, unser Luxus. Wir kennen die meisten Sehenswürdigkeiten gut und genießen hier immer wieder einfach die Stadt.
Zur Gloriette muss man tatsächlich ein wenig bergauf gehen. Von hier ist der Blick auf die Stadt wiederum herrlich. Viele Leute sitzen auf den Grünflächen und genießen den warmen Tag.

Sie wurde in 1775 als Ruhmestempel, 241m über Seehöhe erbaut. Später diente sie als Frühstückszimmer von Kaiser Franz Joseph I. Heute ist ein Café darin und das Dach bietet eine Aussichtsplattform. Im 2WK wurde sie stark beschädigt und direkt wieder aufgebaut. Die Verglasung in der Mitte ist erst bei einer späteren Restaurierung dazugekommen.

Jeder kennt den Wurstlstand vom Bitzinger hinter der Oper. Der Scharfe Rene ist, zumindest bei den Wienern, mindestens genau so bekannt. Inzwischen kann man Wurst und auch Saucen bei einigen Billa Filialen kaufen. Die Saucen sind eine Kreation, an der Rene selber mitgewirkt hat und haben es wirklich in sich. Als wir Nachmittags kamen, gab es noch drei Waldviertler. Ein gutes Zeichen, denn Rene verkauft nur, was er am Tage da hat. So ist es einfach frisch. Wir hatten Glück und konnten noch etwas mit ihm schnacken. Super sympathisch und vor allem lecker!

“zum scharfen René“
WIEN ohne Prater?
Nein, das geht nicht. Der Wiener Prater ist eigentlich ein Augebiet und wird im Norden vom Praterstern begrenzt, im Süden vom Donaukanal. Dadurch ist das Gebiet sehr flach. In 1873 fand auf dem Gelände sogar die Weltausstellung statt. Das Gelände wurde Messegelände und teils im 2.WK zerstört.
Tagsüber ist die autofreie Parkanlage mit Ausflüglern und Joggern, Walkern und Radfahrern gesäumt – am Abend entsteht eine Stimmung aus Kirmesnostalgie. Es gibt hier rund 25 Fahrgeschäfte, der Eintritt zum Gelände ist frei, man zahlt nur direkt für die jeweilige Attraktion. Das bekannteste, ist sicher das Riesenrad, auch Blumenrad genannt. Es hat einen Durchmesser von 35m und ich bin davon überzeugt, man sollte einmal damit gefahren sein!




Abend auf dem Prater – Hier verändert sich selten etwas! Der Prater ist immer noch gut besucht und bietet den Besuchern alte und neue Attraktionen. Oftmals scheint die Zeit stehengeblieben zu sein und so wundert es mich immer wieder, dass die Leute zu Scharen herkommen und die Bahnen nutzen. Bei all den Veränderungen herrsscht hier noch Nostalgie, wenn man die alten Gondeln des Riesenrades sieht.
Vollmond in Wien – ein Spaziergang am Abend durch die Strassen des 3.Bezirks.




Neustift am Walde – Buschenschank Wolff , Heuriger und herrliche Landschaft mit Weinbergen zum Spazieren und Verweilen – Direkt vom Gastgarten führt ein kleiner Weg durch eine Pforte direkt in die Weinberge und etwas weiter auf einen kleinen, alsphaltierten Wanderweg. Weinbergwandern, von Gut zu Gut. Einige waren mit einer Flasche Wein und Gläsern unterwegs und setzten sich auf eine der zahlreichen Bänke am Weg. Eine super entspannte und wundervolle Stimmung. Überall an den Weinbergen waren Schilder, welche Rebsorten dort angebaut werden.







